Dienstag, 04 Dezember 2018 15:50

Die wichtigsten Umsatzsteuerminderungen, -befreiungen im Überblick

Begünstigung von Elektro- und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen

Fahrer von elektrisch angetriebenen Firmen- bzw. Dienstwagen und Hybridfahrzeugen werden entlastet. Bisher mussten sie die Privatnutzung mit 1 % des inländischen Listenpreises pro Kalendermonat versteuern, wenn sie kein Fahrtenbuch geführt haben. Für E-Autos, die von 2019 bis 2021 angeschafft oder geleast werden, sinkt dieser Wert nun faktisch auf 0,5 % (1 % der Hälfte des inländischen Listenpreises). Bei der Fahrtenbuch-Methode ist nur die Hälfte der Gesamtkosten zu berücksichtigen. Der bisherige Nachteilsausgleich, der die Bemessungsgrundlage für Elektro-oder Hybridfahrzeuge mindert, fällt ab 2019 weg und greift wieder ab 2022.

Hinweis: Extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge werden nur in die Neuregelung einbezogen, wenn die Reichweite des Elektroantriebs mindestens 40 km beträgt und eine Emission von 50 g CO2 pro km nicht überschritten wird. Andernfalls kann wie bisher der Nachteilsausgleich in Anspruch genommen werden.

 

 

Steuerbefreiung für Job-Tickets

Auf Betreiben des Bundesrats sind verbilligte Jobtickets künftig (wie schon von 1994 bis 2003) gänzlich steuerfrei. Arbeitnehmer müssen ab 2019 die Kostenersparnis nicht mehr versteuern. Damit sollen sie angeregt werden, verstärkt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Begünstigt sind Zuschüsse, Sachbezüge und Leistungen Dritter, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Sie müssen für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr (ohne Flüge) zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte des Arbeitnehmers gelten.

Tipp:Unschädlich ist es, wenn die Tickets auch für Privatfahrten genutzt werden können. Die steuerfreien Leistungen werden allerdings auf die Entfernungspauschale angerechnet. Dadurch kann die Steuerbe-freiung in Einzelfallen (z.B. bei Park and Ride) für den Steuerpflichtigen auch nachteilig sein.

 

 

 

Steuerbefreiung für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads oder Elektrofahrrads

Überlässt der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrrad oder ein Elektrofahrrad, dessen Elektromotor nur Geschwindigkeiten bis 25 km/h unterstützt, so gilt ab 2019: Der geldwerte Vorteil für die private Nutzung ist für den Arbeitnehmer nach § 3 Nr. 37 EStG steuerfrei. Eine Anrechnung auf die Entfernungspauschale erfolgt nicht. Die Neuregelung ist erst einmal bis 2021 anzuwenden.

 

 

Steuerbefreiung für Arbeitgeberleistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Mit der Gesetzesänderung wird die im Sozialrecht neuerdings verlangte Zertifizierung von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge ab dem Veranlagungszeitraum 2019 auch zwingende Voraussetzung für die Anerkennung der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 34 EStG für Leistungen und Zuschüsse des Arbeitgebers zur Förderung der Gesundheit. Hinweis: Es gibt eine Übergangsregelung. Danach ist für bereits vor dem 1.1.2019 begonnene unzertifizierte Gesundheitsmaßnahmen eine Zertifizierung erstmals erforderlich für Sachbezüge, die nach dem 31.12.2019 gewährt werden.


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